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Hey Google: So werden Blogs & Webseiten fit für Voice Search SEO

, 28 November 2019

Sprachassistenten wie Siri, Cortana, Alexa und Co. erobern unsere Wohnzimmer. Längst spielen sie nicht mehr nur Musik ab oder berichten, wie das Wetter wird, sondern geben uns auf Befehl alle Informationen, nach denen wir sonst am Smartphone oder PC suchen. Sprechen ist das neue Tippen! Und zwar immer dann, wenn der Suchende gerade kein Mobilgerät zur Hand hat oder beispielsweise beim Autofahren oder Kochen nicht tippen kann.

Themen, die über die Voice Search gesucht werden, sind vor allem:

  • Günstige Preise & attraktive Angebote
  • Tipps & Tricks für den Alltag
  • Wetter, Verkehr, Sportergebnisse
  • Informationen zu Events & Veranstaltungen
  • Adressen & Öffnungszeiten

Mit diesem Trend ergeben sich einige Änderungen für Unternehmen und Webseiten-Betreiber – stärker denn je müssen Sie Wert auf relevante und zielgerichtete Inhalte legen.

Was bedeutet Voice Search für Blogs und Webseiten?

Noch ist das Suchverhalten der Deutschen mit Sprachassistenten zurückhaltend und wird vorwiegend für Anfragen zu Themen wie Wetter, Verkehrsaufkommen und Öffnungszeiten nächstgelegener Geschäfte genutzt. Doch Sprachassistenten werden immer weiter und besser entwickelt, die Nutzerzahlen wachsen, der Trend geht in Richtung komplexere Suchanfragen bis hin zum Online Shopping. Es schadet also keinesfalls, als Online Redakteur seine Website für die Google Sprachsuche zu optimieren, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.Amazon Alexa

Auch Tutorials, Ratgeber, Kochblogs sowie DIY-Lösungen rund ums Heimwerken und Hobbybasteln erfreuen sich in der Voice Search immer mehr an Beliebtheit. Hier sollten vor allem Blogger hellhörig werden, die sich beispielsweise auf Ratgeber-Themen oder Anleitungen rund um Küche und Kochen spezialisiert haben.

Was Google Voice Search mit Featured Snippets zu tun hat

Es gibt eine eindeutige Verbindung zwischen Voice Search und den sogenannten Featured Snippets. Letztere erscheinen ganz oben in den Google Suchergebnissen und geben dem Nutzer eine prägnante Antwort auf eine Problemstellung, ohne dass er eine Website besuchen muss. Wird dem Google Assistenten eine Frage gestellt, beantwortet er diese zum Teil mit gesprochenen Sätzen, die aus einem Featured Snippet stammen. Übrigens: Anders als auf der Google Suchergebnisseite wird in diesem Fall nur EIN Ergebnis als gesprochene Antwort geliefert.

Wer in den Suchergebnissen also mit einem Featured Snippet erscheint, so ist es wahrscheinlich, dass bei einer entsprechenden Suchanfrage per Sprachbefehl das Ergebnis aus dem Snippet vorgelesen wird. Blogger und Webseiten-Betreiber, die ernsthaft Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreiben, sollten ihre Website daher auf Featured Snippets optimieren.

Featured Snippet

Beispiel für ein Featured Snippet

Das können Webseiten-Betreiber für die Voice Search Optimierung unternehmen

  1. Genau auf die Fragen der Zielgruppe antworten: Während man in der Google Suchleiste nur einzelne Wörter eintippt, stellt man seinem Sprachassistenten eine Frage in Form eines ganzen Satzes – völlig unbewusst. Umso mehr gilt es dies noch stärker bei der Erstellung von Website-Inhalten zu berücksichtigen. Welche Fragen könnten die User zu einem angebotenen Produkt oder Thema haben? Genau diese Fragen sollten gezielt beantwortet werden, am besten in leicht verständlichen, natürlichen Sätzen, die durch den Sprachassistenten einfach vorgelesen werden können.
  2. FAQ erstellen: Häufig gestellte Fragen der Nutzer können in einem FAQ gesammelt und beantwortet werden. Für die Recherche der W-Fragen empfehlen sich z. B. Tools wie Answer the Public oder Foren, wo die Zielgruppe über spezielle Themen diskutiert und sich austauscht. FAQ
  3. Relevanten Content erstellen: Ob Voice Search oder herkömmliche SEO – hervorragende Inhalte mit hoher Relevanz für den Nutzer sowie Unique Content spielen auch in der Google Sprachsuche weiterhin eine elementare Rolle.
  4. Longtail Keywords einbauen: Die in Punkt 2 recherchierten W-Fragen können auch im Fließtext super als Longtail Keywords eingebaut werden. Denn wie beschrieben erfolgt die Sprachsuche nicht in einzelnen Wörtern, sondern in einem natürlichen Sprachfluss.
  5. Strukturierte Daten ausweisen: Im Quelltext einer Website können die Passagen und Bereiche durch Markups gekennzeichnet werden, die durch Google vorgelesen werden sollen. Mit diesen strukturierten Daten erhöht sich die Chance, in den Featured Snippets zu erscheinen.
  6. Website Geschwindigkeit optimieren: Page Speed ist das Stichwort! Eine Website, die ewig lädt, hat wenig Chancen, in der Voice Search berücksichtigt zu werden. Denn wer seinem Sprachassistenten eine Frage stellt, erwartet eine schnelle Antwort.
  7. Responsive Website: Die Sprachsuche wird hauptsächlich mit dem Smartphone betrieben. Daher muss ein Blog oder eine Website gut auf Mobilgeräten lesbar sein. Ein responsives Design sollte allerdings zum heutigen Standard für Webseiten-Betreiber gehören. Alles andere wirkt sich negativ auf das Google Ranking aus.
  8. Google My Business Eintrag: Wer ein lokales Unternehmen führt, sollte unbedingt einen gut gepflegten Google My Business Eintrag besitzen. Denn mit der Voice Search werden viele örtliche Suchanfragen gestellt. Zum Beispiel wo sich das nächste Sushi Restaurant befindet oder welches Café sonntags geöffnet hat.Local SEO

Fazit:

Voice Search ist eindeutig auf dem Vormarsch. Für Unternehmen, Webseiten-Betreiber und Blogger wird es daher wichtiger denn je, ein gutes Ranking in den Suchmaschinen anzustreben. Denn in der Sprachsuche werden nur die besten Ergebnisse ausgewählt. Um sich also auf die steigende Voice Search vorzubereiten, bevor der Wettbewerb auf der Überholspur ist, sind einige SEO Maßnahmen erforderlich. Sie alle zielen darauf ab, die eigene Website auf Featured Snippets zu optimieren, strukturierte Daten korrekt auszuzeichnen und einen Google My Business Account zu pflegen, um auch für lokale Suchanfragen per Sprachbefehl relevant zu sein. Wer im Voice Search Marketing mitspielen will, muss sich immer überlegen: Was wollen meine Nutzer? Was fragen sie? Welche Probleme haben sie? Die passenden Antworten auf diese Fragen anschließend auf der Website bereitzustellen, ist das höchste Gebot in Sachen SEO – egal ob Suchanfragen gesprochen oder getippt werden.

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