SEO

Die größten Backlink-Mythen und wie gutes Linkbuilding wirklich funktioniert

, 15 November 2019

Der Aufbau von Backlinks, das Linkbuilding, gehört zur Königsdisziplin in der Suchmaschinenoptimierung. Umso mehr und hochwertige Backlinks zu einer Seite führen, desto eher geht Google davon aus, dass diese Website relevant ist. Und Relevanz ist in Sachen Ranking das A und O! Doch viele Webseiten-Betreiber sind noch immer in der Annahme „Viel hilft viel.“ Warum das ein Mythos ist und welche Vorteile Backlinks bringen, soll in diesem Beitrag näher erläutert werden.

Was genau sind Backlinks?

Backlink ist vielen sicher auch unter dem Begriff externer Link bekannt. Übersetzt bedeutet es „Rückverweis” und heißt, dass eine Website auf eine andere Website verweist. Ein einfaches Beispiel:

Website A veröffentlicht einen Artikel über ein bestimmtes Thema und möchte dem Leser weiterführende Informationen geben, die er auf Website B findet. Website A kann nun wie in diesem Beispiel direkt im Fließtext auf Website B verweisen oder die entsprechende URL direkt darstellen. Das könnte so aussehen: „Weitere Infos finden Sie auf www.website-b.de“.

Hier hat also Website B einen Backlink von Website A bekommen. Man könnte auch sagen, Website A hat seinen Lesern Website B empfohlen.

Mythos 1: Google kann Backlinks nur zählen, nicht bewerten

Pinguine

Falsch! Noch vor ein paar Jahren konnten selbst schlechte Webseiten bei Google relativ gut ranken. Webseiten-Betreiber kauften billige Backlinks ein und setzten diese auf ihre Seite. Doch mit dem Google Penguin Update im Jahr 2012 fand die Suchmaschine eine Lösung, dieser Masche entgegen zu wirken. Heute kann Google den Großteil gekaufter Links erkennen und automatisch entwerten. Wer es übertreibt, kann sogar aus dem Google Index geschmissen werden.

Mythos 2: Backlinks kann man kaufen

Nein, Backlinks zu kaufen ist Tabu! Früher war es möglich, doch im Rahmen eines professionellen Linkbuildings ist es heute durch Google strikt verboten und absolut nicht zu empfehlen. Denn war es einst die Menge an externen Links, die über die Relevanz einer Website entschied, ist es heute die Qualität der Backlinks. Diese wird von Google anhand verschiedener Faktoren eingestuft.

Vertrauen

Mythos 3: Es ist egal, wo der Backlink herkommt

Ist es ganz und gar nicht. Backlinks bedeuten für Google ein Vertrauenssignal und sind ein wichtiger Faktor für die Bewertung einer Website. Heutige Linkbuilding Strategien haben das Ziel, gute Backlinks von einer Website zu bekommen, die bereits das Vertrauen von Google gewonnen und eine hohe Reputation hat. Demzufolge ist dieser Link mehr wert als einer, der beispielsweise von einem kleinen Blog oder einer unbekannten Website stammt.

Wer qualitative Backlinks aufbauen möchte, sollte sich nur mit Webseiten einlassen, die auch zum eigenen Thema passen. Ein Mode Blog und ein Unternehmen, das nachhaltige Kleidung herstellt, passen beispielsweise sehr gut zusammen. So könnte das Unternehmen auf den Blog mit dem Hinweis verlinken, dass dort User über ihre Erfahrungen berichten oder die neuestens Styles präsentiert werden. Der Blog hat damit eine gute Empfehlung erhalten. Unseriöse, Gewalt- und Spam-haltige Webseiten gehen natürlich gar nicht.
Linkbuilding ist mit viel Aufband verbunden, das ist nicht zu verleugnen.

Modeblog

Es erfordert viel Recherche, Geduld und hohen Qualitätsanspruch. Ja, beim Linkaufbau darf man ruhig wählerisch sein! Dennoch lohnt es sich, da es wie beschrieben zu einem der wichtigsten Rankingfaktoren von Google gehört.

So lassen sich Backlinks generieren, die Usern und Google gefallen

1. Linkbait: Bait heißt übersetzt „Köder“ und nichts Anderes geschieht eigentlich beim Linkbaiting: Man legt einen Köder aus, indem man mit eigenen Inhalten einen Mehrwert schafft, der von anderen empfohlen wird. Das können z. B. Gewinnspiele, humorvolle Unterhaltung oder hochwertiger Content in Form von informativen Artikeln sein. Hier hilft auch ein Blick zur Konkurrenz, um zu prüfen, wo eventuell Content-Lücken auftauchen, die man selbst mit seiner Expertise füllen kann.

Köder

2. Gastbeiträge schreiben: Wer beispielsweise als Blogger Backlinks generieren möchte, betreibt am besten eine kurze Recherche bei Google und lässt sich zeigen, welche themenrelevanten Seiten Gastartikel veröffentlichen. Fragen kostet nichts! Und selbst wenn die Seite nicht allzu bekannt ist, weiß man nie, wie stark sie in Zukunft wachsen wird. Doch auch hier gilt: Der Gastartikel sollte für den Leser von hoher Relevanz sein und nicht auf bloßes Linkbuilding abzielen.

3. Backlink Checker verwenden: Um die bereits vorhandenen Backlinks einer Website zu überprüfen und zu sehen, wie stark sie sind, kann ein Backlink Checker Tool helfen. Hiervon gibt es mehrere Anbieter im Netz, teilweise kostenlos. Solche Tools ersparen viel Zeit und Aufwand.

4. Einträge in Webverzeichnissen (meist kostenpflichtig): Webseiten-Betreiber können ihre Seite bzw. ihr Unternehmen in verschiedenen Verzeichnistypen unterbringen, wie beispielsweise branchenspezifische oder lokale Verzeichnisse. Zusammen mit allen anderen wichtigen Daten wird hier auch ein Link auf die Unternehmensseite gesetzt.

5. Eigene Inhalte wiederfinden: Es ist durchaus möglich, dass eigener Content bereits im Netz veröffentlicht wurde, ohne dass man es bemerkt hat. Wer seinen Content aufgespürt hat, ob gezielt oder zufällig, kann ruhig den Betreiber der Seite bitten, den entsprechenden Link zu setzen.

6. Advertorials (kostenpflichtig): Advertorials sind werbliche Beiträge, die in einem themenrelevanten Umfeld als redaktioneller Artikel getarnt sind. Webseiten-Betreiber, die beispielsweise den Absatz ihres Produktes erhöhen möchten, buchen ein einflussreiches Medium, das über ihr Angebot schreibt. Ein guter Backlink ist garantiert und der Aufwand für die Recherche und das Schreiben bleiben erspart.

Fazit: Backlinks & SEO gehen Hand in Hand

Es gibt über 200 Kriterien, die Google für die Bewertung von Webseiten berücksichtigt. Auch in 2019 ist Linkbuilding noch immer ein sehr stark gewichteter Faktor innerhalb des riesigen Bewertungskatalogs der Suchmaschine. Um besser in den Suchergebnissen dargestellt zu werden, sollten Webseiten-Betreiber versuchen, Backlinks zu generieren, die für den Leser einen Mehrwert bieten. Google selbst rät, eine Website zu erstellen, die so wertvollen Inhalt bietet, dass sich Links ganz von alleine aufbauen. Backlinks sind ein wichtiges Kriterium, um die Vertrauenswürdigkeit einer Website zu messen. Google erkennt, welche Links vertrauenswürdig sind und von Usern geklickt werden – und welche nicht. Die Suchmaschine legt unglaublich viel Wert auf gute Inhalte. Und nur wer gute Inhalte bietet, die es Wert sind von anderen geteilt bzw. empfohlen zu werden, kann sein Google Ranking langfristig verbessern.

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