Blogging Natives Ad

Native Ads oder Google AdSense – womit können Blogger mehr Geld verdienen?

, 8 November 2019

Im dritten und vorerst letzten Beitrag der Artikelreihe zum Thema Bloggen und wie man damit Geld verdienen kann, soll eine weitere Einnahmequelle für Webseitenbetreiber näher erläutert werden: die Anzeigenwerbung, genauer gesagt Google AdSense. Es steht im Kontrast zu Werbeformaten wie Advertorials, also werblich gekennzeichneten redaktionellen Beiträgen oder dem Provisionsmodell des Affiliate Marketings. Ihr Vorteil? Es handelt sich um Native Advertising, d. h. Advertorials und vermehrt auch Affiliate Links werden in einem thematisch passenden Umfeld platziert und erscheinen im gleichen Stil wie „normale“ redaktionelle Beiträge. Aufdringliche Werbung – Fehlanzeige.

Anders sieht es jedoch bei der Anzeigenwerbung aus. In Form von Bannern, Displays oder Textanzeigen sind diese auf einer Website nicht zu übersehen. Die bekannteste Plattform für Werbeanzeigen im Internet ist Google AdSense. Sowohl Unternehmen als auch zahlreiche Blogger, die z. B. selbst keine Produkte oder Dienstleistungen anbieten und trotzdem Einnahmen generieren möchten, haben es als Marketing-Tool und Einnahmequelle für sich entdeckt.

Hier kommen die wichtigsten Fragen und Antworten zu Google AdSense:

Was ist Google AdSense?

Mit Google AdSense können Webseitenbetreiber Werbeanzeigen auf einer Website schalten. Google garantiert durch Programmrichtlinien und die Auswahl der Anzeigen eine hohe Qualität der Werbebanner. Die Anzeigen werden mittels eines Algorithmus für die Website ausgewählt. Google überprüft zudem, ob sie für den Content und die Zielgruppe passend sind. Die gängigen Formate sind klassische Textanzeigen und Werbebanner, die farblich und grafisch angepasst werden können.

Wie funktioniert Google AdSense?

AdSense funktioniert nach dem Auktionsprinzip: Die Werbetreibenden konkurrieren um freie Werbeflächen auf einer Website. Der Höchstbietende gewinnt. Wer als Blogger Google AdSense nutzen und Werbeeinblendungen in Form von Bannern oder Links auf seinem Blog einbinden möchte, kann sich ganz einfach anmelden. Dafür benötigt man lediglich ein Google Konto, eigene Inhalte und Kontaktdaten zur Überweisung der Einnahmen. Wer bereits ein Google AdWords Konto besitzt, kann die Dienste von AdSense ganz einfach darüber nutzen.

Wie lässt sich mit Google AdSense Geld verdienen?

Ein Fitnessblogger, der bei AdSense teilnimmt, könnte beispielsweise auf seinem Blog Anzeigen von einem Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller zulassen. Klicken seine Besucher auf die Anzeige, erhält der Blogger pro Klick eine Provision. Den gesamten Gewinn erhält er am Monatsende.

Foodblog

Die Vor- und Nachteile von Google AdSense

Für alle, die Werbeanzeigen auf ihrer Website zulassen, ist Google AdSense eine gute Option, um thematisch passende Ads einzubinden und nicht eine völlig andere Zielgruppe mit bunten Bannern anzusprechen. Wenn man jedoch bedenkt, dass man als Blogger pro Anzeigenklick bezahlt wird, müssen am Ende nicht nur sehr viele Besucher auf dem Blog gewesen sein, sondern auch auf die Anzeige geklickt haben. Andernfalls bleiben die Einnahmen am Monatsende gering. Ein kleiner Blog mit wenig Traffic wird durch Google AdSense allein also keine großen Sprünge machen können. Das bedeutet, umso attraktiver ein Blog für Werbetreibende ist, umso lukrativer sind die Anzeigen. Die Gewinne für den Blogger variieren zudem stark, denn neben den Besucherzahlen ist der Klickpreis auch von der Qualität der Website und ihrem Content abhängig.

Vorteile von Google AdSense:
  • Es ist kostenlos und leicht zu bedienen.
  • Der Einbau des Codes in die Website geht schnell und unkompliziert, anschließend besteht kaum Pflegeaufwand.
  • Fast jeder Blog erhält die passende Werbung, da Anzeigen aus verschiedensten Bereichen zur Verfügung stehen.
  • Das Design der Anzeigen ist individuell anpassbar.
  • Die meisten Blogs werden mit WordPress erstellt, wo es mittlerweile viele AdSense-Plugins gibt und sogar einige AdSense optimierte WordPress-Themes.
  • AdSense-Einblendungen sind auch für Apps und mobile Seiten verfügbar.
Nachteile von Google AdSense:
  • Blogs haben häufig viele ausgehende Links, die schlecht für die AdSense-Klickrate sind.
  • AdSense-Einnahmen hängen stark vom Thema ab, daher eignet es sich weniger für unprofitable Blog-Themen bzw. Blogs mit wenig Traffic.
  • Google überprüft AdSense-Teilnehmer regelmäßig, bei Verstößen gegen die Richtlinien ist ein Ausschluss aus dem Programm jederzeit möglich.
  • Wer AdSense nutzt, muss sich bewusst sein, dass er mit jedem Klick Leser verliert, da sie dadurch den Blog verlassen.

Gibt es Google AdSense Alternativen?

Displaywerbung

Ja, die gibt es! Google ist zwar Platzhirsch und AdSense die bekannteste und beliebteste Plattform, um freie Werbeplätze auf seiner Website anzubieten, doch es gibt Alternativen zu Google AdSense, die eine gute Einnahmequelle für Blogger bieten können. Im Vergleich zu den USA ist das Angebot auf dem deutschen Markt jedoch noch relativ klein. Laut eigenen Angaben erreicht Google AdSense rund 80 Prozent aller Internetnutzer.

Ein Beispiel als Alternative zu Google AdSense ist Bannerwerbung. Banner kennt jeder Internetnutzer nur zu gut. Es sind aufmerksamkeitsstarke Einblendungen, die Produkte oder Dienstleistungen anpreisen. Auch hierfür können Blogger ihre Website als Werbeplatz anbieten, der von Unternehmen gebucht wird. Es gibt verschiedene Banner-Formate: Medium Rectangle, Halfpage Ad, Wallpaper oder Skyscraper. Sie alle sollen die Reichweite einer Marke erhöhen und natürlich Klicks generieren, an denen der Blogger Geld verdient.

Doch ganz gleich, ob man seine Website für Anzeigenwerbung anbietet oder selbst Anzeigen schaltet – für Letztere gilt es einige Punkte zu beachten:

4 Tipps für erfolgreiche Anzeigenwerbung im Internet

  1. Eine Botschaft genügt: Das Auge des Nutzers sucht immer nach einer entscheidenden Botschaft. Ist die Anzeige zu überladen, sucht er vergebens. Demnach sollte eine Botschaft in der Anzeige deutlich hervortreten. Besonders auf einer kleinen Anzeigenfläche ist es wichtig, sich auf ein Produkt zu beschränken, selbst wenn das Sortiment groß ist. Bis ein potenzieller Kunde handelt, benötigt er übrigens sieben bis zehn Blickkontakte. Je präziser also die Anzeige, desto schneller erfolgt die Handlung. Das kann ein Klick, eine Kontaktaufnahme oder sogar ein Kauf sein.
  2. Zielgruppe kennen: Für eine erfolgreiche Anzeige ist die Voraussetzung, seine Zielgruppe zu kennen, die mit dieser erreicht werden soll. Anschließend kann die passende Website oder der passende Blog ausgewählt werden, wo die Anzeige im Optimalfall platziert werden soll. Wenn sich die Zielgruppe nicht dort aufhält, wo auch die Anzeige ausgespielt wird, sind die Streuverluste zu hoch und wertvolles Geld wurde umsonst investiert. Bei AdSense übernimmt Google diese Auswahl.
  3. Hochwertiges Design: Das Produkt kann noch so großartig sein, doch wenn die Anzeige kein ansprechendes Layout aufweist, wird sie nicht wahrgenommen. Eine professionell gestaltete Anzeige hat hohen Wiedererkennungswert und zeugt von hoher Qualität.
  4. Erfolg messen & auswerten: Ob eine Anzeigenwerbung die gewünschten Ziele erreicht hat, lässt sich nur durch KPIs, wie z. B. Impressionen und Klicks messen. Nur so kann die darauffolgende Anzeige noch besser werden. Wer Google AdSense nutzt, kann alle Daten in Google Analytics auswerten.

Erfolg messen

Fazit

Ob Blogger mit Native Ads oder Google AdSense mehr Geld verdienen, hängt generell von der Qualität und der Reichweite des Blogs ab. Das Einblenden von Werbebannern auf der eigenen Website ist zwar eine Einnahmequelle, man muss sich jedoch darüber bewusst sein, dass mit AdSense Anzeigenwerbung auf dem eigenen Blog einkehrt, die auch unmissverständlich als diese wahrgenommen wird. Anders als bei Formaten wie beispielsweise Advertorials oder Affiliate Marketing. Die Frage, ob man das will, muss jeder für sich beantworten. Am Ende ist es vielleicht eine Kombination aus allem, die Bloggern ein zuverlässiges Einkommen ermöglicht. Zusätzlich zu Google AdSense kann natürlich auch Bannerwerbung von anderen Anbietern eingebunden werden. Davon ist jedoch abzuraten. Denn wer möchte schon einen Blog lesen, der einer Werbewüste gleicht?

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